Entries tagged as fantasy
Saturday, September 25. 2010
Der Schrecksenmeister - Walter Moers
Sprache: Deutsch
Seiten: 382
Verlag:Piper
ISBN: 978-3-492-25377-2
 
Inhalt:
Klappentext:
In Sledwaya, der Stadt, in der „das Gesunde krank und das Kranke gesund ist, spielt der neue Roman des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz. Er handelt von der Auseinandersetzung zwischen Echo, dem höchstbegabten Krätzchen, und Succubius Eißpin, dem furchtbaren Schrecksenmeister Sledwayas, der Faust und Mephistio in einer Person zu verkörpern scheint. Dieser lässt nichts unversucht, um sich mittels der Alchemie zum Herrn über Leben und Tod aufzuschwingen – und dazu braucht er nichts notwendiger als das Fett von Echo, der gezwungen ist, einen teuflischen Vertrag mit Eißpin abzuschließen.
 
Meine Meinung
Bei diesem Buch fange ich ausnahmsweise mal mit dem Cover an. Es ist komplett blau, genauer gesagt sind lauter blaue Ziegel zu sehen. Aus einem Loch zwischen den Ziegeln guckt forsch der Held, Echo das Krätzchen, hervor. Wie alle Illustrationen im Buch, ist auch das Cover von Walter Moers gestaltet. Als kleines Gimmick gab es zu dem Taschenbuch des Piper-Verlags auch noch ein Lesezeichen, dass einen Ausschnitt des Covers zeit…echt toll und praktisch.
Die Geschichte von Echo dem Krätzchen (eine Kratze ist eine zamonische Katzenart, die alle Sprachen beherrscht) ist wundervoll in gewohnt witziger moers’scher Weise erzählt. Moers hat eine einzigartige Art seine Schauplätze und Figuren zu beschreiben, sich in wilde Aufzählungen der zamonischen Lebewesen und Verhaltensweisen zu stürzen.
Die Charaktere in diesem Buch wurden vom Autor wirklich sehr liebevoll ausgearbeitet. Eigentlich waren mir alle Figuren irgendwie sympathisch, sogar der miesepetrige und fiese Schrecksenmeister.
Im Buch wird erwähnt, dass dies ein kulinarisches Märchen ist. Und spätestens, als Echo zum ersten mal etwas zu Essen vorgesetzt bekommt, weiß man warum. Teilweise läuft einem richtig das Wasser im Munde zusammen bei der Beschreibung der ganzen Leckereien, die dem Krätzchen kredenzt werden
.
Wie üblich wird die Geschichte durch Zeichnungen von Walter Moers unterstrichen, was ich an seinen Büchern wirklich schätze. Viele seiner Figuren wäre sonst in meiner Fantasie wohl gesichtslos.
 
Bewertung:
Auf jeden Fall mein Monatshighlight im August. Ich persönlich finde nämlich keinen einzigen Punkt den ich bemängeln müsste. Ein rundes, witziges und interessantes Zamonien-Abenteuer.
Es empfiehlt sich „Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär“, „Ensel und Krete“ und „Rumo“ vor diesem Buch zu lesen.
von 5
Sunday, August 8. 2010
[Rezi] Das Lied der Dunkelheit - Peter V. Brett
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Painted Man
Seiten: 800
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52476-7
 
Inhalt:
Das Lied der Dunkelheit spielt in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt, in der jede Nacht die Dämonen aus dem Horc, einem Platz ähnlich der Hölle, heraufsteigen. Ständig müssen die Menschen mit Angriffen der Dämonen rechnen, die Verluste sind groß.
Die meisten Menschen haben resigniert und verschanzen sich nur noch bestmöglich in ihren Behausungen, wenn die Dämonen des nachts kommen.
Als der junge Arlen mitansehen muss, wie sein Vater tatenlos zusieht, wie seine Mutter von den Dämonen angegriffen wird, beschließt er fortzulaufen, um nach Menschen zu suchen, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und kämpfen…+
 
Meine Meinung
Das Lied der Dunkelheit ist aufgeteilt in drei Geschichten dreier junger Menschen, die in einer Welt aufwachsen, die von der Angst vor den Horclingen, den Dämonen aus dem Horc, geprägt ist. Nach und nach beginnen sie zu begreifen, dass Rückzug nicht immer die beste Verteidigung ist und so nimmt die Geschichte um den Kampf für die Menschheit ihren Lauf.
Peter V. Brett hat eine sehr interessante Kulisse geschaffen. Viele neue Fantasy-Elemente finden sich in seinem Werk. Es ist schön, dass er von den altbekannten Fantasy-Wesen und der bekannten Magie abweicht und seine eigene Welt erschafft.
Durch den Wechsel zwischen den drei Hauptfiguren treten recht selten Längen auf. Manchmal hatte ich allerdings das Verlangen eine Geschichte zu überblättern, da die andere in diesem Moment viel spannender war.
Ein klein wenig genervt hat mich die in Fantasy-Büchern doch recht übliche Einflechtung einer Glaubensrichtung, die von ihrer Art sehr an das mittelalterliche Christentum erinnert.
Vom Sprachstil hält sich Peter V. Brett recht schlicht, es kommen kaum neue Fantasy-Sprachen vor. Wenn eine fremde Sprache gebraucht wird, wird sie auch direkt im gleichen Satz erläutert, sodass ein Glossar nicht vonnöten ist.
Ein nettes Gimmick ist die Karte vorne im Buch, an der man gut die einzelnen Stationen der Geschichte nachvollziehen kann (ich liebe Karten bei Fantasy-Büchern
)
 
Bewertung:
Insgesamt ist Das Lied der Dunkelheit ein gut lesbares Fantasy-Buch. In der Mitte weist es ein paar kleine Längen auf, ansonsten ist es jedoch recht flüssig zu lesen. Ich werde mir die Fortsetzung (es ist wohl eine Trilogie) jedenfalls besorgen. Dafür gibt es dreieinhalb Katzen.
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Thursday, May 6. 2010
Skulduggery Pleasant – Derek Landy
Sprache: Englisch
Seiten: 384
Verlag: Harpercollins
ISBN: 978-0-007-24162-0
 
Inhalt:
Auf der Beerdigung ihres Onkels trifft Stephanie Edgley zum ersten mal auf den mysteriösen Fremden, der sich Skulduggery Pleasant nennt und immer sein Gesicht verhüllt. Zuerst macht Stephanie sich nicht weiter Gedanken um ihn, denn schließlich ist ihre Aufregung groß, als sie merkt, dass ihr Onkel ihr fast sein ganzes Vermögen vermacht hat.
Doch schon bald überschlagen sich außergewöhnliche Ereignisse und Skulduggery scheint der einzige zu sein, der eine Spur verfolgt. Denn Skulduggery ist ein Detektiv. Aber nicht das, Skulduggery ist auch ein lebendes Skelett…
Klappentext (einfach zu genial, um ihn nicht hier zu erwähnen)
„With his sunglasses gone there was no denying the fact that he had no face. All he had was a skull for a head.“
Meet Skullduggery Pleasant: wise-cracking detective, powerful magician, sworn enemy of evil.
Oh yes. And dead.
 
Meine Meinung
Ich verliere sonst ja nicht viele Worte (oder auch gar keins
) über Buchcover oder sonstige Gestaltung. Aber bei diesem Buch muss ich einfach die Gestaltung loben. Das schwarz-weiß Bild von Skulduggery und dazu ein knallig umrandeter Relief-Titel. Selbst wenn ich vorher noch nie von dem Buch gehört hätte, ich hätte es mir wegen dem Cover gekauft.
Meine Erwartungen, die sich durch die guten Rezi bei den Büchereulen und die gesamte Aufmachung des Buches aufgebaut haben, wurden nicht enttäuscht. Derek Landy hat ein Buch geschrieben, das man einfach super flüssig runterlesen kann und das zudem noch einen genialen Humor beinhaltet. Es gab keine nervigen Längen in der Handlung und immer wieder gibt es unvorhersehbare Wendungen, die die Geschichte sehr interessant machen. Die Figuren waren mir durchweg sympathisch (zumindest die Guten
). Nur Stephanie nervt zwischenzeitlich schon ein klein wenig mit ihrer hartnäckigen Art und dem ständigen Unterbrechen von eigentlich ganz interessanten Erzählungen Skulduggerys.
Da Skulduggery Pleasant ein Jugendbuch für Jugendliche ab ca. 12 Jahren ist, war die Sprache gut verständlich und recht einfach zu lesen. Ich würde dieses Buch auch für Einsteiger ins Englisch-Lesen empfehlen (ein Grundwortschatz wird natürlich vorausgesetzt).
 
Bewertung:
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Für dieses witzige und spannende Buch vergebe ich 5 Kätzchen. Ich freue mich schon auf Band 2.
Sunday, January 10. 2010
Breath & Bone – Carol Berg
Sprache: Englisch
Seiten: 528
Verlag: Roc
ISBN: 978-0-451-46247-3
Teil 2 zu Flesh & Spirit
 
Inhalt:
Im zweiten Teil des Lighthouse-Duetts von Carol Berg geht Valens Abenteuer weiter. Immer noch hat er mit seiner Vergangenheit und seinen alten Lastern zu kämpfen, während es ihm auferlegt ist, den bevorstehenden Untergang der Welt, wie er sie kennt zu verhindern.
Dabei ist es nicht immer einfach Freund von Feind zu unterscheiden und die nächsten Schritte der beteiligten Parteien vorauszusehen.
Immer neue Wendungen tun sich vor Valen auf und so langsam deckt sich auch ein großes Geheimnis seiner eigenen Vergangenheit auf.
 
Meine Meinung
Der zweite Band des Lighthouse-Duetts beginnt genau an der Stelle, wo wir unseren Helden Valen am Ende des ersten Bandes zurückgelassen haben. Es gibt keine einführenden Erklärungen oder Rückblicke auf den ersten Band. Genau deshalb gebe ich auch nochmal den Rat, Band eins und zwei direkt im Doppelpack zu kaufen.
Rasant gelingt der Wiedereinstieg in Valens Geschichte und genauso rasant geht es weiter. Wie schon im ersten Band schafft es Carol Berg über das ganze Buch hinweg die Spannung zu halten, in dem sie immer wieder unerwartete Wendungen einbaut und dem Leser Stück für Stück ihren roten Faden offenbart.
Es gibt rein gar keine lästige Länge, zumindest habe ich persönlich keine gefunden ![]()
Valen als Hauptcharakter durchläuft in diesem zweiten Band eine sehr interessante Entwicklung, welche aber nicht dazu führt, dass er seine liebenswerten Charakterzüge oder seine flapsige Art verliert. Er gewinnt eher noch dazu.
Auch andere Charaktere entwickeln sich weiter und runden die Geschichte im Ganzen ab.
Insgesamt führt Breath and Bone den Leser durch den zweiten Teil einer wunderbaren Fantasy-Geschichte, die auch ein sehr plausibles und ebenfalls recht befriedigendes Ende nimmt (mehr möchte ich hier nicht verraten, nur dass dies kein Buch ist, das durch sein Ende ruiniert wird
)
Wie schon beim ersten Teil, kann ich einfach nur 5 von 5 Punkten vergeben (wenn nicht sogar mit einem Doppel-Plus) und jedem, dessen Englisch-Kenntnisse doch schon etwas geübter bzw. weiterführender sind, dieses Buch ans Herz legen.
(Englisch-Anfänger könnten leicht enttäuscht werden, da doch sehr viel „altes Englisch“ von den Fantasy-Wesen gesprochen wird und auch der ein oder andere Dialog in Umgangssprache geführt wird. Carol Bergs Vokabular empfiehlt sich da doch eher für geübte Englisch-Leser.)
Empfehlen möchte ich auch noch die Homepage zum Lighthouse-Duett, die ein sehr hilfreiches Glossar enthält: Lighthouse-Duett
 
Bewertung:
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Sunday, September 6. 2009
Flesh & Spirit - Carol Berg
Sprache: Englisch
Seiten: 512
Verlag: Roc
ISBN: 978-0-451-46156-8
Inhalt:
Valen, ein Sohn einer reinblütigen Familie von Kartenmachern und Hellsehern, hat lange Zeit versucht vor den Aufgaben und Zwängen der Reinblüter-Gesellschaft zu fliehen. So zog er einige Zeit mit falscher Identität als Soldat und Tagelöhner durch das vom Krieg zerfressene Land Navronne. Als er schwer verletzt von seinem Kameraden vor den Toren eines Klosters ausgesetzt wird und von ihm auch noch alles bis auf das Kartenbuch seines Großvaters abgenommen bekommt, scheint sein Schicksal besiegelt.
Doch die Mönche nehmen ihn auf und pflegen ihn wieder gesund. Nach und nach begreift Valen, dass er nicht nur ein Kartenbuch besitzt, sondern den Schlüssel zu großen Geheimnissen, die hinter der normalen Welt verborgen liegen. Doch auch andere trachten danach diese Geheimnisse zu lüften und sie zu nutzen. So muss Valen sich doch noch mit seiner Vergangenheit, seinen Lastern und den politischen und magischen Verstrickungen seiner Welt herumschlagen.
Über den Autor:
Carol Berg ist Autorin mehrerer Fantasy-Reihen, u.a. die Rai-Kirah-Serie und die The Bridge of D’Arnath-Serie.
Sie wohnt in Colorado und hat drei Söhne.
Bevor sie zu vollzeit zu Schreiben begann machte sie ein Mathematik-Diplom an der Rice Universität und ein Computer-Technik-Diplom an der Universität von Colorado. Außerdem arbeitete sie als Software-Entwickler.
(Frei übersetzt nach dem englischen Wiki-Eintrag)
Meine Meinung:
An dieser Stelle möchte ich noch einmal ausdrücklich Bartimaeus danken, dass er mir dieses wunderbare Buch ans Herz gelegt hat und eine so schöne Rezi geschrieben hat, dass ich einfach nicht mehr widerstehen konnte. Wäre dies nicht so gewesen hätte ich ein einmaliges Fantasy-Abenteuer verpasst.
Zur Story möchte ich nicht mehr erzählen als dass sie extrem gut gestrickt und durchweg interessant ist. Die Charaktere sind allesamt sehr komplex und überzeugen in vollem Maße. Die politische Situation bietet eine spannungsgeladene Kulisse für Valens eigene Geschichte und seine Suche nach dem richtigen Weg. Man kann Valens Welt nicht einfach mit ein paar Sätzen beschreiben, denn dazu ist sie viel zu komplex und vielschichtig gestaltet und einiges ergibt sich auch erst im Laufe des Buches, und ich will ja nichts vorweg nehmen.
An der Sprache hatte ich anfangs etwas zu knabbern, denn wie alles an diesem Buch, ist auch die Sprache sehr gut ausgestaltet und passt sich wunderbar in die von Frau Berg geschaffene Welt ein. So kommen auch teilweise Wörter aus dem altertümlichen Englisch vor und auch die bäuerliche Umgangssprache wird nicht gescheut. Das macht das Buch nicht gerade zu einem Englisch-Anfänger-Buch. Ich musste sogar ein paar mal das Wörterbuch konsultieren, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, las es sich sehr flüssig und spannend.
Natürlich habe ich doch den Fehler begangen mir nicht sofort den Folgeband (Breath & Bone) mitzubestellen. Flesh & Spirit endet nämlich mit einem kleinen Cliffhanger, der einfach danach verlangt sofort weiterzulesen.
Ich vergebe für Flesh & Spirit 5 Katzen, weil es mein absolutes Monatshighlight war ![]()
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Thursday, June 11. 2009
Die Novizin – Trudi Canavan
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
englischer Titel: The Novice
Seiten: 604
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-24395-2
Inhalt:
Im zweiten Teil von Trudi Canavans Magier-Trilogie wird Soneas Leben als Novizin der Magiergilde geschildert. Da sie ein Mädchen aus dem Hüttenviertel, dem Stadtteil der Armen und Diebe kommt, hat sie es sehr schwer Anschluss bei ihren Mitschülern zu finden. Besonders der arrogante Regin spielt Sonea immer wieder übel mit und verbreitet gemeine Gerüchte über sie. Soneas Mentor Rothen gibt sich alle Mühe, Sonea beizustehen, doch dann wird den beiden das Geheimnis des Hohen Lords, das Sonea durch Zufall entdeckt hat zum Verhängnis und Soneas Alltag scheint sich noch zu verschlimmern…
Über den Autor:
Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurelias Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte.
Ihr Debütroman, der erste Band der „Gilde der schwarzen Magier“ wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und ist inzwischen zu einem spektakulären internationalen Bestseller-Erfolg geworden.
Mehr über die Autorin:
(aus dem Klappentext entnommen)
Meine Meinung:
„Die Novizin“ beginnt ein paar Monate nachdem Sonea sich entschlossen hat, der Magiergilde beizutreten. Schon bei der Aufnahmezeremonie wird klar, dass Sonea es mit ihren neuen Mitschülern schwer haben wird, denn sie trifft auf Misstrauen und Arroganz. Immer wieder wird sie schikaniert.
Dieses Szenario kennt man ja aus einigen Jugendbüchern und Fantasybüchern, die in einer Schule spielen. Was mich an diesem Buch begeistert hat, ist Soneas Entschlossenheit und ihr Mut sich von den anderen nicht fertig machen zu lassen und Stolz zu beweisen. Sie versucht selbstständig ihre Situation zu verbessern, allerdings ohne die Regeln zu verletzen (wie es ja in manch anderem Buch passiert), denn Sonea ist klug genug, um zu wissen, dass ein Regelbruch das ist, was alle von ihr erwarten würden.
Sonea entwickelt sich zu einer starken und selbstbewussten Figur, die nicht nur ihr eigenes Wohl im Sinn hat und so gut wie immer mit einem wachen Geist und Klugheit gegen ihre Mitschüler auftrumpfen kann. Dadurch wurde sie mir im Laufe des Buches sehr sympathisch und die Geschichte war dadurch umso fesselnder.
Wie schon im ersten Band ist das Buch in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten wird von Soneas „Kampf“ mit ihren Mitschülern geschildert und im zweiten kommt ein Wendepunkt in der Geschichte, der den Leser dazu animiert weiterzulesen und neue Schwung mit sich bringt.
Ebenfalls enthält „Die Novizin“ einen ständigen Perspektivwechsel. Diesmal wechseln sich Soneas Geschichte (aus Sicht Soneas und Rothens) und die Geschichte von Dannyl, dem neuen Botschafter der Gilde in Elyne, ab. Dadurch, dass die beiden Geschichten durch einige Gegebenheiten verknüpft sind und beide ein gewisses Spannungspotenzial haben, wollte ich das Buch fast gar nicht aus der Hand legen. Immer wieder wollte ich wissen, wie es in mit den beiden Erzählsträngen weitergeht und wann sie wieder aufeinander treffen.
„Die Novizin“ ist auf jeden Fall eine sehr gelungene Fortsetzung von „Die Rebellin“ und kann eindeutig mit dem Vorgängerband mithalten.
Tuesday, May 26. 2009
Die Rebellin – Trudi Canavan
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
englischer Titel: The Magician’s Guild
Seiten: 543
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442243945
Inhalt:
Sonea ist ein Mädchen aus dem Hüttenviertel, dem ärmsten Teil der Stadt Imardin. Am Tag der jährlichen Säuberungen, an dem die ärmeren Bürger sowie Bettler und Obdachlose aus den inneren Bereichen der Stadt vertrieben werden , schließt sie sich einer Gruppe Jugendlicher an, die Steine auf die Magier werfen, die jedes Jahr die Säuberungen durchführen. Wie immer prallen alle Steine vom Schutzschild der Magier ab. Als Soneas Stein wie durch ein Wunder den eigentlich undurchdringlichen Schild passiert und einen Magier am Kopf trifft, wird man auf Sonea aufmerksam.
Eine abenteuerliche Suche nach dem Mädchen beginnt, denn die Zeit bis Sonea die Kontrolle über ihre vorher unentdeckten magischen Fähigkeiten verlieren wird ist knapp bemessen.
Über den Autor:
Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurelias Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte.
Ihr Debütroman, der erste Band der „Gilde der schwarzen Magier“ wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und ist inzwischen zu einem spektakulären internationalen Bestseller-Erfolg geworden.
Mehr über die Autorin: www.trudicanavan.com
(aus dem Klappentext entnommen)
Meine Meinung:
Dieses Buch hat schon ewig bei mir gesubbt, aber nachdem ich es gelesen habe, kann ich gar nicht mehr nachvollziehen warum.
Trudi Canavan hat eine sehr interessante Fantasy-Welt geschaffen (auch wenn sie sich bis jetzt eigentlich nur auf die Stadt Imardin beschränkt hat). Ihre Charaktere sind gut gezeichnet und man sympathisiert sehr schnell mit der Hauptperson Sonea. Es fehlt aber auch nicht an interessanten bösen oder undurchschaubaren Charakteren.
Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht Soneas und der der Magier geschildert, sodass der Leser zwar die Interessen und Beweggründe beider Seiten kennt, aber immer noch mitfiebern kann, ob es schließlich zu einem Aufeinandertreffen bzw. einer Einigung zwischen ihnen kommt.
An keiner Stelle des Buches treten unangenehme Länge auf, wodurch das Buch für mich durchgehend spannend blieb. Auch meinem sonst eher lesescheuen Bruder (
) hat das Buch sehr gut gefallen (er hat sich sogar noch die beiden Folgebände zugelegt).
Einen weiteren Pluspunkt ergattert sich „Die Rebellin“ durch das beigefügte Kartenmaterial und das Glossar für Begriffe aus Canavans Fantasy-Welt (auch wenn die meisten Begriffe schon im Text erklärt werden und es eigentlich nicht so viele sind).
Mein Fazit ist, dass ich eigentlich rund um zufrieden bin mit Canavans erstem Roman
Ich freue mich schon auf die Folgebände.
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