Sprache: Deutsch
Seiten: 180
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3940235220
Inhalt:
Deutschland steht kurz vor der Legalisierung des Vampirismus und überall präsentieren sich Vampire schon in der Öffentlichkeit. Doch die Stimmung ist zwiespältig, zum einen versucht man sich den Vampirkult zunutze zumachen, zum anderen gibt es scharfe Kritik am Vampirismus und der Legalisierung. Die Detektivin Leyla Barth ist auf Vampir-Fälle spezialisiert und wird auch nun wieder zu einem merkwürdigen Mordfall herangezogen. Um mehr Informationen zu sammeln geht sie ins Rote Palais, einem sehr besonderem Kino, das vom Meistervampir der Stadt Rudger von Hallen geleitet wird, der Leyla sofort in seinen Bann schlägt…
Über die Autorin: Zur Biografie
Meine Meinung:
Für mich war „Die Totenwächterin“ das erste Vampirbuch, dass in Deutschland spielt, was dem Ganzen einen gewissen Reiz gibt, da man mal vom dem typischen amerikanischem Schema abweicht und dadurch die Geschichte eine ganz andere Grundlage bekommt (so ist hier nicht alles so möglich wie in Amerika, z.B. muss sich eine Sekt als Verein tarnen, um überhaupt existieren zu können).
Die Hauptcharaktere gefallen mir sehr gut. Leyla ist sehr taff und schlagfertig und lässt sich auch nicht sofort von jedem Vampir umgarnen, wie das schonmal gerne in anderen Vampirromanen vorkommt. Im Laufe des Buches wachsen sie und die anderen Figuren einem immer mehr ans Herz.
Man begleitet Leyla während ihrem Ermittlungen und erfährt nebenher immer mehr über ihre und Rudgers Vergangenheit. Helene Henke schafft es, immer mal wieder vor Spannung knisternde Szenen einzubauen ohne damit die Geschichte zu stören. Auch zögert sie eine richtige Liebesgeschichte sehr lange heraus, was ich als durchaus positiv empfunden habe.
Zum Schluss will ich noch kurz etwas zum Format anmerken: Man wundert sich vielleicht am Anfang über die so geringe Seitenzahl. Allerdings ist es beim Sieben Verlag üblich, Bücher in einem etwas komischen Format zu drucken, sodass sich das mit den Seiten wieder relativiert. Das Format ist auch ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit stört es nicht mehr.
„Die Totenwächterin“ hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung der Reihe um „Das rote Palais“ .
Wer jetzt noch mehr Infos will, kann ja gerne mal in die Leserunde bei den Büchereulen reinlesen. Helene Henke hat uns dort sehr nett begleitet und auch einige Fragen bezüglich des zweiten Bandes beantwortet.