Sprache: Englisch
Deutscher Titel: Qual
Seiten:309 ( + Shortstory „Memory“ 31 Seiten)
Verlag: Hodder
ISBN: 0340952245
Inhalt:
Clayton Blaisdell, schon seit seiner Kindheit Blaze genannt, lebt seit dem Tod seines Freundes und Komplizen George ganz allein in einer kleinen Hütte. George und Blaze haben in der Vergangenheit ihr Geld mit kleineren Betrügereien „verdient“, die stets von George geplant wurden, da Blaze seit einem tragischen Vorfall in seiner Kindheit etwas zurückgeblieben und tumb ist.
Nachdem George bei einer Messerstecherei ums Leben kommt, entscheidet Blaze sich, Georges letzten großen Plan umzusetzen: Er will das Kind einer reichen Republikaner-Familie kidnappen, doch ist das ohne George überhaupt möglich?
Meine Meinung:
Das ist mal ein ganz anderer King als sonst. Kein Dark-Fantasy- oder Horror-Roman, sondern eine sehr originelle Crime-Story, die einen nicht mehr loslässt.
Man begleitet Blaze während er das Kidnapping vorbereitet, durchführt und sich um den kleinen Joe Gerard IV kümmert. Obwohl King darauf bedacht war möglichst wenig Emotionen in den Roman einfließen zu lassen, so schreibt er im Vorwort, fängt man an mit Blaze zu sympathisieren. Denn eigentlich ist Blaze gar kein schlechter Kerl, nur hat ihm das Leben übel mitgespielt und er ist dadurch auf die falsche Bahn geraten. Da er selber kein großer Denker ist, lässt er in seinen Gedanken seinen Freund George weiterleben, der das Denken für ihn übernimmt. Anfangs kann man sich nicht so recht sicher sein, ob Blaze nur fantasiert. Das war ein sehr interessanter Aspekt in diesem Buch und stellt die einzige leicht „übersinnliche“ Note in diesem King-Roman dar.
Die eigentliche Handlung wird immer wieder von Rückblenden in Blaze’ Vergangenheit unterbrochen. Immer wieder kommen kleine Episoden aus seinem Leben vor und erklären teilweise auch die gegenwärtige Handlung. Ich war immer in der Zwickmühle, dass ich wissen wollte, wie nun das Kidnpping weitergeht, aber ebenso von der Vergangenheit gefesselt war.
Bis zum Schluss bleibt das Buch interessant und spannend.
Zur Sprache: Nach langem Überlegen habe ich mich mit Blaze zum ersten Mal an einen King auf Englisch herangetraut und ich war überrascht wie gut er sich lesen ließ. Für fortgeschrittenere Englischleser dürfte das Buch kein Problem darstellen. Anfängern würde ich es nicht empfehlen, da King doch sehr komplex schreibt und teilweise sehr viel Umgangssprache verwendet.