Sprache: Deutsch
Seiten: 544 Seiten (broschiert)
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426639788
Inhalt:
Im Jahr 1764 beginnt eine unbekannte Bestie im Gévaudan/Frankreich Frauen und Kinder zu morden. Der König sendet immer neue Jäger aus, um sie zu töten, doch keinem will dies gelingen.
Nur der Wildhüter Jean Chastel und seine Söhne Antoine und Pierre haben das Biest bis jetzt zu Gesicht bekommen und sind fest entschlossen es zu stellen.
In der Gegenwart kämpft der junge Eric Kastell ebenfalls gegen Bestien, die den Menschen gefährlich werden könnten. Nach dem Mord an seinem Vater kämpft er nur noch erbitterter. Bald findet er heraus, dass nicht nur er hinter den Kreaturen her ist.
Meine Meinung:
Ein spannungsgeladener und actionreicher Gruselroman, der gekonnt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Markus Heitz hat die Bestie vom Gévaudan geschickt als historischen Hintergrund gewählt, um seine Geschichte um den „loup-garou“, den Werwolf zu spinnen. Die Charaktere sind glaubwürdig und sehr genau herausgearbeitet, was einem beim Lesen eine besondere Freude bereitet.
Eric Kastell wird allerdings zuerst eher als der Supermann dargestellt, was jedoch vom Autor bewusst getan wurde, wie Heitz in einem Interview, welches im Anhang zu finden ist, klarstellt.
Sowieso ist das Bonusmaterial äußerst interessant. Es enthält eine Karte des Gévaudan, besagtes Interview und diverse gestrichene Szenen.
Da es sich hier um Urban Fantasy handelt kommen auch diverse Gewaltszenen vor, die das Buch besonders rasant wirken lassen. Wer Probleme mit harter Gewalt hat, sollte dieses Buch eher nicht lesen.
Ich auf jeden Fall freue mich schon auf die Fortsetzung „Sanctum“, denn „Ritus“ hört eigentlich mit einem recht gemeinen Cliffhanger in der Handlung auf.